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23. Juni 2002

"Das Leben ohne meinen Vater und meine Mutter beginnen"

Anonyme Geburten / Der ursprünglich von der CDU/CSU eingebrachte Gesetzentwurf zu Legalisierung von anonymen Geburten sieht vor, dass Mütter ihr Kind ohne Offenlegung ihrer Personalien in einem Krankenhaus auf die Welt bringen können. Das Personenstandsrecht soll deshalb entsprechend geändert werden. Außerdem hat das Land Baden-Württemberg eine Bundesratsinitiative zur rechtlichen Verankerung der anonymen Geburt in ganz Deutschland beschlossen.
Das Gesetz zu den anonymen Geburten sollte am 12.6.2002 im Bundestag abschließend behandelt werden. An dem interfraktionelle Gesetzentwurf (CDU/CSU, FDP, SPD und GRÜNE) haben die Fraktionen eineinhalb Jahre gearbeitet. Warum die vielen Änderungsanträge erst kurz vor der Behandlung im Bundestag eingingen ist unklar. Sicher ist hingegen, dass nach massiven Einsprüchen von Terre des Homme das Gesetz zurückgezogen wurde und nun erst in der nächsten Legislaturperiode behandelt wird.

Zu den KritikerInnen des Gesetzes gehört Andrea Fischer, MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ein Plädoyer gegen das Gesetz zur anonymen Geburt, 13. Juni 2002 in der ZEIT:
Andrea Fischer "Der Staat an der Wiege" unter
http://www.zeit.de/2002/25/Wissen/200225_anonyme_geburt.html

Schreiben an Andrea Fischer, 23. Juni 2002
"... Dieses Gesetz muss aufgehalten werden, weil es in Einzelfällen anscheinend helfen soll und nicht wird, aber in Wirklichkeit ein Werteverfall für unsere Gesellschaft bedeutet. ...." Volltext [PDF]

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