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04. April 2003

Ökodesaster am Golf

Kofi A. Annan zum Internationalen Tag für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten: "Aber die Umwelt muss auch in Friedenszeiten geschützt werden. Die Rücksicht auf die Umwelt ist für unsere gemeinsame Zukunft unverzichtbar. Jedermann, jede Organisation und jede Regierung hat die Pflicht dazu beizutragen, den Reichtum der Erde für nachfolgende Generationen zu bewahren. Das ist der einzige Kampf, den wir führen sollten."

Marschland zu Ödnis

Klaus Töpfer stufte auf dem 3. Weltwasserforum in Kyoto das Verschwinden des Mesopotamischen Marschlandes im Südirak als eine der größten Umweltkatastrophen ein.

Euphrat und Tigris führen nicht mehr genug Wasser wegen der vielen Staudämme, die Türkei, Syrien und Irak gebaut haben. Das Wasser wird bereits im Oberlauf verteilt. Nach dem Ende des letzten Golfkrieges begann Saddam Hussein brutal gegen die Marsch-Araber vorzugehen, weil sich angeblich Deserteure und Rebellen in diesen Sümpfen versteckt hielten. Es soll zu gezielten Massakern an der Zivilbevölkerung gekommen sein. Pro Asyl

Mittels eines Systems von Entwässerungskanälen wurden wichtige Teile dieses Gebietes (vor allem in der Region um Amara) trocken gelegt und die Bewohner entweder zur Flucht gezwungen oder umgesiedelt. Wie die Satelittenbilder belegen, gab es 2001 nur noch 10 Prozent dieser ursprünglichen Landschaft. (UNEP)

Bevor die Sümpfe und Marschen in trockenes Ödland verwandelte wurden, waren sie ein Naturparadies - ein einzigartiges Ökosystem - die Heimat der Marsch-Araber.

Weitere Informationen: Deutschlandfunk vom 4.4.2003, Frankfurter Allgemeine 30.3.2003

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