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16. Oktober 2005

Saubere Kleidung

Gnadenloser Preisdruck und knallharte Lieferzeiten kennzeichnen heute den Alltag der globalen Beschaffung von Bekleidungshändlern und Markenunternehmen. Leidtragende sind die überwiegend weiblichen Beschäftigten dieser Industrie in über 100 Ländern, an die die Firmen diesen Druck weiterreichen. Nähen ist der arbeitsintensivste Schritt im Produktionsprozess, deswegen wird er in Länder ausgelagert, wo Arbeitskraft billig ist. Die Kleidung für Europa wird zum grössten Teil in Asien, Nord-Afrika und Lateinamerika produziert, zur Zeit in Bangladesch, Indonesien, China und Vietnam.

Globalisierung hautnah: Mode made in Bangladesh NETZ Zeitschrift PDF
NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkleit e.V. / Pressemeldung zur Zeitschrift

Was können Sie tun?
1. Als KonsumentIn sind Sie verantwortungsbewusst
Als VerbraucherIn haben Sie einen großen Einfluss auf das Marktgeschehen – Sie können mit Ihren Einkäufen Politik betreiben: Nachfragen, Nachhaken, die Verantwortung der Vermarkter von Bekleidung hier in Westeuropa einklagen.

Beachten Sie Handlungsgrundsätze für nachhaltigen Konsum

  1. Achten Sie beim Kauf auf Langlebigkeit der Textilien.
  2. Tragen Sie die Kleidung bis zum Ende der Gebrauchstauglichkeit.
  3. Achten Sie bei Textilien aus Naturfasern auf ökologische Produktion.
  4. Berücksichtigen Sie gesundheitsrelevante Aspekte beim Kleiderkauf.
  5. Kaufen Sie Kleidung aus zweiter Hand. Alte Kleidung kann durch Weitergabe an Second-Hand-Läden einer weiteren Nutzung zugeführt werden.

Weitere Tipps:

  • Bevorzugen Sie Textilien, die unter Einhaltung von sozialen Mindeststandards produziert wurden sowie Produkte von alternativen Handelsorganisationen.
  • Kaufen Sie bei Firmen ein, die mit der Clean Clothes-Kampagne Pilotprojekte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur unabhängigen Kontrolle eingegangen sind, wie der größte deutsche Naturtextilversand Hess-Natur http://de.hess-natur.com.
    In Deutschland setzt sich die »Kampagne für Saubere Kleidung« für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein. »Sauber« heißt menschenwürdig, sozial sauber.
    http://www.saubere-kleidung.de/
  • Leider gibt es noch keine 100%ig ökologisch und sozial fair produzierten Textilien in den gängigen Geschäften. Suchen Sie online unter http://www.oekoadressen.de
  • Empfehlenswerte Label für Textilien - Bekleidung

Das Qualitätszeichen "Naturtextil" setzt derzeit die strengsten ökologischen und sozialen Standards für eine Kennzeichnung in der Textilbranche. Es ist ein aussagekräftiges Zeichen und bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern eine gute Orientierung beim Kauf von umweltfreundlich hergestellten Naturtextilien.
http://www.naturtextil.com

Hier können Sie sich weiter informieren:
http://www.oeko-fair.de
http://www.verbraucher.org
http://www.fair-feels-good.de

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