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Die Lügen von Tschernobyl
20 Jahre nach der Atomkatastrophe: Wie die Folgen des Unfalls geleugnet und verharmlost werden ist ungeheuerlich. Die IAEO hat im September 2005 eine Studie vorgelegt, derzufolge an den Folgen des Super-Gau bislang nur 58 Menschen gestorben und in Zukunft höchstens 4.000 Krebstote zu befürchten seien. In Tschernobyl starben bei der Explosion sofort 33 Beschäftigte, von den 800000 eingesetzten Liquidatoren und der betroffenen Bevölkerung inzwischen mindestens 100000 Menschen infolge der radioaktiven Verseuchung. Eine von der Grünen Europaabgeordneten Rebecca Harms in Auftrag gegebene Studie geht von bis zu 60000 Todesfällen durch Krebs als Folge von Tschernobyl aus.
THE OTHER REPORT ON CHERNOBYL (TORCH) unter http://www.chernobylreport.org/
Insgesamt wurden rund 800000 "Liquidatoren", Männer und Frauen abkommandiert, um den GAU unter Kontrolle zu bringen. Die Menschen, die aus der gesamten damaligen Sowjetunion nach Tschernobyl mußten, errichteten um den zerfetzten Reaktor auch einen Sarkophag aus Beton und Stahl. Russischen Quellen zufolge sind heute ein großer Teil der noch lebenden Liquidatoren Invaliden. Sie leiden unter anderem an Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Problemen, Lungenkrebs, Entzündungen des Magen-Darm-Bereichs, Tumoren und Leukämie.
Die Menschen wurden zur Unglücksstelle abkommandiert, dass war nur in einer Diktatur so möglich. Schlecht vorstellbar, dass so viele Freiwillige bei einem GAU in unserem Land oder einer anderen Demokratie bereit wären, auch nur in der Nähe der Unglücksstelle zu helfen.
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