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An der Grenze zwischen Arm und Reich
Vor dem Hintergrund der Debatte um das neue Zuwanderungsgesetz, welches integrationsfördernd, menschenrechtskonform und humanitär ausgewogen sein sollte, ein Buchtipp:
América von T. C. Boyle
Aus dem Amerikanischen von Werner Richter
Originalausgabe: 1995, Titel: The Tortilla Cortain, bei Viking, New York
Neue dt. Ausgabe: Verlag: Dtv (November 2006), broschiert: 388 Seiten,
ISBN-13: 978-3423209359
Das Thema - illegale Einwanderer in Kalifornien - auch heute noch ein hochaktuelles Thema und auch heute übertragbar in Europa - wird in dem sozialkritischen Roman von T. C. Boyle eindrucksvoll bearbeitet. LeserInnen werden konfrontiert einerseits mit bedrohlicher Armut und gewaltsamer und grausamer Realität Mitte der 90er Jahre, anderseits mit dem Reichtum, der Gedanken- und Verantwortungslosigkeit des amerikanischen Mittelstandes. - Ein notwendiges Buch, dass ein Denkanstoß ist, vielleicht auch ein Anstoß zum Handeln. Mehr dazu beispielsweise bei Amazon.de
Der Bundestag hat am 14.6. den Weg für die Reform des Ausländerrechts frei gemacht.
(namentlicher Abstimmung: 398 Abgeordnete für den Gesetzentwurf der Bundesregierung, dagegen 170
Parlamentarier, fünf enthielten sich)
Kritisch erklärt Josef Winkler, migrationspolitischer Sprecher von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der PM vom 13. Juni 2007 u.a.
"Das Gesetz ist eine Aufkündigung des Zuwanderungskompromisses: Das Recht auf eheliches Zusammenleben wird auf bestimmte Nationalitäten beschränkt die Einschränkungen werden insbesondere Türkinnen und Türken betreffen. Opfer von Zwangsheirat erhalten keine Hilfe durch ein gesichertes Aufenthaltsrecht. Zusätzliche Hürden bei der Einbürgerung zementieren ungleiche Rechte. Das Problem der Kettenduldungen wird durch die halbgare Altfallregelung nicht gelöst. Bürgerkriegsflüchtlinge und Opfer von Menschenhandel erhalten nicht den Schutz, der in den EU-Richtlinien vorgesehen ist."


