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Entdemokratisierung durch die Macht der Konzerne
Seit Jahren wächst die finanzielle Macht der Konzerne global ins Unüberschaubare. Damit wächst auch ihre politische Macht. Darüber hinaus erringen die großen Konzerne weitere politische Macht über die sogenannte Politberatung und die Beteiligung an politischen Debatten. Aktivitäten, wie etwa die Übernahme von kommunalen Aufgaben und das Eintreiben von Steuern, führt zu Sozialabbau und zu einer Renditewirtschaft der einst öffentlichen Aufgaben. Die BürgerInnen werden zu Kunden, so wie in der Stadt Würzburg, indem Arvato, eine Bertelsmann-Tochter schon einen Vertrag für Dienste am Bürger geschlossen hat. Bildung wird offenbar zur Ware, beispielsweise durch die Finanzierung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) durch Bertelsmann. "Horst Bethge (Die Linke) sagte in einem Gespräch über die "Bertelsmannisierung der Schulen", die Bertelsmann-Stiftung würde erst mehr Eigenverantwortung der Schulen fordern - und dann über Arvato jene Dienstleistungen anbieten, die Schulen nun eigenständig einkaufen müssten. "Grundschulen in Niedersachsen werden etwa gerade mit Arvato-Prospekten geradezu überschwemmt, seit sie ihre eigenen Budgets verwalten müssen, das aber oft gar nicht schaffen."
Der Bertelsmann-Konzern macht sich mehr und mehr in den öffentlichen Verwaltungen breit und gerät jetzt damit in die Schlagzeilen.
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Allein in den ersten Monaten dieses Jahres setzte der Konzern 9,9 Milliarden Euro um.
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